Zu viel Spielzeug? Tipps fürs Kinderzimmer ausmisten

Kuscheltiere, Kinderzimmer

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Nach Weihnachten und nach Geburtstagen fällt es ganz besonders auf – das Kinderzimmer ist übervoll. Ihr Kind hatte wahrscheinlich schon vorher genügend Spielzeug, doch nach den eigentlich liebgemeinten Geschenkeattacken von Tante Jana, Oma Waltraud und Co., platzt das Kinderzimmer aus alle Nähten. Zeit auszumisten! Denn die Spielzeugflut ist gar nicht so gut für Ihre Kleinen. Kinder brauchen Ordnung und fühlen sich bei einem Überangebot an Spielzeug schnell überfordert. Und – zu viel Spielzeug hemmt die Fantasie. Ist ja auch ganz klar. Wenn alles schon da ist, gibt’s keinen Grund sich selbst was auszudenken. Wenn’s im Puppenhaus keinen Stuhl gibt, der aber dringend zum Spielen gebraucht wird, dann wird sich Ihre Tochter schon eine Lösung ausdenken. Vielleicht bastelt sie sich einen aus Pappe oder aus Lego oder nimmt einen Stein, den sie neulich beim Spazierengehen gefunden hat. Vertrauen Sie der Fantasie ihres Kindes! Weniger ist mehr, das gilt auch für die  Spielzeugkiste.

Kinderzimmer ausmisten – schaffen Sie gemeinsam Platz

Wenn es ans Ausmisten geht, sollten Sie Ihr Kind unbedingt miteinbeziehen. Es ist wichtig, dass Ihr Kind versteht, warum ausgemistet werden muss. Machen Sie verständlich, dass in einem überfüllten Kinderzimmer kein Platz für neues Spielzeug ist. Am besten Sie legen vorher fest, wie viel Spielzeug raus muss und dann treffen Sie gemeinsame Entscheidungen. Mit welchen Spielsachen spielt Ihr Kind noch? Was lag schon seit Monaten unbeachtet in einer Ecke? Gehen Sie das Spielzeug zusammen durch und sortieren Sie aus, was weg kann. Wenn Sie die Muße dazu haben, dann machen Sie aus dem Ausmisten ein Spiel.

Schicken Sie Spielzeug in den „Urlaub“

Machen Sie sich auf Diskussionen gefasst. Auch Dinge, die Ihr Kind seit einem halben Jahr nicht angerührt hat, können beim Ausmisten auf einmal unentbehrlich sein. Solche Fälle können Sie auf einen Extrahaufen legen. Verabreden Sie mit Ihrem Kind, dass Sie diese Spielsachen vorrübergehend in den Urlaub schicken. Nach dem Ausmisten räumen Sie dieses Spielzeug erst einmal weg. Das können Sie auch spielerisch zelebrieren: Ihr Kind darf entscheiden wohin die Reise geht, kann sich verabschieden und die Spielsachen zum Flughafen bringen (der zum Beispiel der Türrahmen zum Kinderzimmer ist). Nach einigen Wochen oder Monaten können die Dinge aus dem Urlaub zurückkommen. Das wird für Ihr Kind so aufregend sein, wie neues Spielzeug. Damit das Kinderzimmer dann nicht wieder zu voll wird, können Sie im Gegenzug eine neue „Reisetruppe“ in den Urlaub schicken.

Spielzeug auf dem Flohmarkt verkaufen

Machen Sie mit Ihrem Kind einen Flohmarktstand. Spielzeug, das auf dem Haufen „damit spiele ich nicht mehr“ gelandet ist, kann verkauft werden. Das ist ein weiterer Anreiz sich von Spielsachen zu trennen. Geld verdienen macht Spaß und ein Flohmarktstand ist prädestiniert für ein kleines Happening. Vielleicht können Sie sich ja auch mit anderen Eltern zusammentun und einen richtig großen Stand machen. Und das eigenommene Geld? Vielleicht spricht Ihr Kind schon länger von einem Herzenswunsch, wie einem Fahrrad. Basteln Sie gemeinsam eine Kasse und malen ein Fahrrad darauf. Das Geld, das von den alten Spielsachen eingenommen wird, wandert in diese Kasse. Und beim nächsten Geburtstag können Sie Tante und Oma einfach darum bitten, etwas in die Kasse zu spenden. Dann wird’s im Kinderzimmer auch nicht wieder so voll.

Spielzeug spenden und andere Kinder glücklich machen

Wenn Sie keine Zeit oder keine Lust haben, dass ausgemistete Spielzeug zu verkaufen, dann verschenken Sie es. Fragen Sie entweder Freunde und Bekannte mit Kindern oder spenden Sie das Spielzeug an hilfebedürftige Familien. Gerade um die Weihnachtszeit gibt es zahlreiche Spendenaktionen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es mit einer Spende etwas sehr Gutes tut und einem anderen Kind eine große Freude bereitet. Dadurch wird die Trennung vom Spielzeug einfacher, Ihr Kind fühlt sich glücklich und stolz und lernt spielerisch auch noch soziales Engagement.